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Die Bewegung der Form — Masterthesis

Die Bewegung ist nicht die Veränderung der Form von Außen, sondern die Entwicklung der Form und ihre eigene Wirkung unter verschiedenen Bedingungen.
Grundlegend ist die Auseinandersetzung mit geometrischen Grundformen und die Herangehensweise durch grafische Mittel aus der flächigen Darstellung in den Raum und weiter zum Objekt zu gelangen.

Abschlussarbeit Master
2020
Betreut durch
Prof.in Anja Vormann
und M.A. Jochen Zäh
Bei der Betrachtung von Form gibt es viele Ansatzpunkte die sich ineinander verflechten. Unter anderem der Dualismus von Form und Inhalt, der Konflikt zwischen der Idee und dem Einzelding und die Unterscheidung zwischen Simulation und Wirklichkeit. Formal kann zwischen abstrakten und gegenständlichen Formen, zwischen Innen und Außen und zwischen der konkreten und der allgemeinen Form unterschieden werden.

Das Formenschema

Der Ursprung jeder flächigen Darstellung ist der Punkt. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Gerade. Die kleinste Fläche hat drei Kanten und drei Ecken. Bewegt sich ein Punkt mit immer selben Abstand um einen zweiten ergibt sich ein Kreis. Zwei Geraden mit immer selben Abstand bilden eine Parallele, der kleinste Raum daraus ist ein Quadrat.
Ausgehend von den drei Grundformen werden weitere Formen – wie Raute, Trapez und Ellipse – angeordnet und nach optischen Merkmalen sortiert. Ein Farbkreis für Formen entsteht. Es geht um das Verhältnis der zweidimensionalen Formen zueinander: wie ein Kreis mit einem Viereck zusammenhängt oder welche Parallelen zwischen einem verschränkten Trapez und einem Dreieck bestehen.
Am Rande des Formenschemas entwickeln sich die Formen in dreidimensionale Darstellungen weiter.

Die Linie als Ursprung

Durch Kombination verschiedener Grundformen in unterschiedlichen Größen werden komplexere Linien generiert. Es stapeln sich bis zu sechs Formen übereinander, diese ergeben dabei immer die gleiche Gesamthöhe.
Durch Verbindung zweier Linien durch die dritte Dimension entsteht eine Fläche. Das »Dazwischen« weckt das Interesse und die Ausgangslinien treten in den Hintergrund.
Jeder Linie kann, abhängig von der jeweiligen Ausgangslage, ein bestimmter Grad, eine Proportion und eine Regelmäßigkeit bzw. Unregelmäßigkeit zugeordnet werden. Linien ersten Grades besitzen jeweils nur ein Ausgangselement, Linien zweiten Grades sind kombiniert aus zwei Elementen und Linien dritten Grades beinhalten alle drei Grundelementen. Die Proportion beschreibt das Verhältnis der Elemente zueinander. Sie ist »gleich« bei Elementen derselben Größe, »ungleich« bei Elementen unterschiedlicher Größe und »modifiziert« bei Elementen unterschiedlicher Größe, die in ihrer Anordnung keine direkte Verbindung haben. Zusätzlich gibt es die Unterscheidung zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Linien. Befindet sich die Linien von der Mittelachse aus gesehen ausschließlich auf einer Seite ist sie regelmäßig. Findet ein Wechsel zwischen den Seiten statt wird die Linie als unregelmäßig bezeichnet.

Vom Grafischen über das Dreidimensionale zum Objekt

Die zunächst simulierte, materiallose Fläche mit der Dicke 0, erhält eine Wandung und kann mittels 3D-Druck in die physische Welt gelangen. Die eigentlich real unmöglichen Flächen schaffen ihren Weg und sind greifbar geworden. Die entstandenen Objekte können als Modelle für architektonische Wände, als Skulpturen oder auch als Schmuck gedeutet werden.

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»Paradise—Park—« versteht sich als Redaktion, bestehend aus Lehrenden und Studierenden der Hochschule Düsseldorf des Fachbereichs Design.